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Weltall

Kontakte zu riskant

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 Der britische Astrophysiker Stephen Hawking hat erneut seine Überzeugung von der Existenz außerirdischen Lebens unterstrichen. Zugleich rät er aber vor einer Kontaktaufnahme ab. Eine Kommunikation sei "zu riskant", warnt Hawking.

Eine neue Dokumentarfilmserie auf dem Discovery Channel fasst Hawkings neuesten Gedanken über die größten Geheimnisse des Universums zusammen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit leben Außerirdische in anderen Teilen des Universums - allerdings nicht nur auf Planeten, womöglich auch im Zentrum von Sternen oder gar im interplanetaren Raum, glaubt Hawking.

Drei Jahre arbeitete der 68-jährige Hawking an dem Dokumentarfilm. Die Fertigstellung ist ein Erfolg für den fast vollständig Gelähmten, der nur mittels eines Sprachcomputers kommunizieren kann. Er leidet unter einer seltenen degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems. Seit 1995 hat der Cambridge-Professor Hawking mehr als 450 Planeten, die um ferne Sterne kreisen, entdeckt und damit bewiesen, dass Planeten kein seltenes Phänomen sind. 

Hawking ist sich schon lange sicher, dass es im All noch mehr Leben gibt als nur das auf der Erde. Es gebe im Universum 100 Milliarden Galaxien und jede umfasse hunderte Millionen von Sternen, so Hawking. "Nach meinem mathematischen Verständnis her betrachtet, rechtfertigen allein diese Zahlen den Gedanken an Aliens. Die größte Herausforderung ist es herauszufinden, was diese Aliens sein könnten."

Seiner Ansicht nach handelt es sich wahrscheinlich größtenteils um Kleinstlebewesen oder einfache Tiere, also die Art Leben, das auch die Erde die meiste Zeit bewohnt hat. Einige dieser Lebensformen könnten aber auch intelligent sein und womöglich eine Bedrohung für die Menschheit darstellen. "Wir brauchen uns nur selbst anzusehen, um zu sehen, wie intelligentes Leben sich zu etwas entwickeln könnte, das wir nicht unbedingt treffen wollen."

Fortschrittliche Aliens würden wohl ein nomadenhaftes Leben führen und in riesigen Raumschiffen durch das Weltall ziehen, spekuliert der hochdekorierte Wissenschaftler. Da sie ihren eigenen Heimatplaneten bereits ausgeplündert haben, sind sie in ihrer Suche nach neuen Ressourcen darauf aus, andere Planeten zu erobern und zu kolonisieren.

Hawking folgert daraus, dass eine Kontaktaufnahme mit Aliens zu riskant sei. Als Beispiel verweist er auf die Ureinwohner Amerikas nach der Entdeckung des neuen Kontinents durch Kolumbus. "Wenn uns jemals Aliens besuchen, würde dies nach meiner Überzeugung auf etwas hinauslaufen, das der Landung Christoph Kolumbus´ in Amerika ähnelt - ein Ereignis, das für die Eingeborenen nicht sehr gut ausging."

Wissenschaftler streiten schon seit längerem darüber, ob Kommunikationsversuche mit außerirdischen Zivilisationen nicht auch ein Risiko für die Menschheit darstellen. Befürworter argumentieren, dass eine Kontaktaufnahme kaum möglich wäre, wenn alle Spezies nur still lauschen würden. Kritiker weisen hingegen auf die möglichen Risiken hin - man könne nicht wissen, welche Intentionen Aliens hätten.

Seit über 50 Jahren sind Wissenschaftler nun schon auf der Suche nach außerirdischen Zivilisationen. Trotz rasanter technischer Fortschritte wurden bislang aber keine konkreten Hinweise aufgespürt. Einige Forscher sind dennoch überzeugt, dass es bald soweit sein wird. So rechnet etwa der SETI-Pionier Frank Drake mit der Entdeckung des ersten Alien-Signals in den nächsten 20 bis 30 Jahren.

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