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Tausende Liter Öl im Golf von Mexiko

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 Nach dem Sinken der Bohrplattform "Deepwater Horizon" fließen stündlich Tausende Liter Öl in den Golf von Mexiko. Der Ölteppich erstreckt sich bereits über 1500 Quadratkilometer. Unterwasser-Roboter sollen nun das Leck am Bohrloch schließen. Doch die Angst vor einer großen Umweltkatastrophe wächst.

Alle Hoffnungen der amerikanischen Küstenwache und des britischen Mineralölkonzerns BP ruhen jetzt auf ferngesteuerten Unterwasser-Robotern

Diese Roboter sollen in über 1500 Metern Tiefe das Ventil-Verschlusssystem an der Nahtstelle zwischen dem Rohr der untergegangenen Plattform und dem Bohrloch aktivieren.

Bis zu 36 Stunden werde diese Arbeit dauern, sagt der Plattform-Mieter BP gegenüber Amerikas Nationalem Radiosender NPR. Ob der Roboter-Einsatz in einer derart großen Meerestiefe Erfolg hat weiß niemand. Fest steht nur: Rund 160.000 Liter Rohöl ergießen sich derzeit täglich in den Golf von Mexiko. Außerdem lagern in den Tanks der untergegangenen Plattform rund 2,5 Millionen Liter Diesel. Was mit ihnen derzeit geschieht, ist ebenfalls unklar.

Schlechtes Wetter erschwert Arbeit der Helfer
Einziger Trost: Ein starker Wind treibt zurzeit den über 1000 Quadratkilometer großen Ölteppich auf der Wasseroberfläche weg von der 80 Kilometer entfernten Küste Louisianas. Gleichzeitig erschweren dieser Wind und der damit verbundene Wellengang allerdings den Versuch der über 30 Spezialschiffe, den Ölteppich einzugrenzen und mit Hilfe von Vakuum-Pumpen abzusaugen. Vier Flugzeuge sind im Einsatz, um das Öl mit Chemikalien zu besprühen. Die Suche nach elf vermissten Arbeitern der Ölplattform wurde mittlerweile  eingestellt,

"Was als humanitäre Tragödie begann, entwickelt sich jetzt zu einer Umweltkatastrophe", berichtet der US-Nachrichtensender CNN. Das fragile Ökosystem ist in Gefahr. Nur 45 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt befinden sich die Chandeleurs - eine Kette von Vogelschutzinseln, auf denen Pelikane und viele andere Seevögel brühten. Umweltschützer befürchten außerdem eine Ölpest entlang der Küste Louisianas, sobald sich der Wind dreht.

Sollte es den Unterwasser-Robotern nicht gelingen, den Ölaustritt zu stoppen, plant BP den Einsatz einer Plattform mit der Bezeichnung DD3. Diese Plattform soll exakt an der Unglücksstelle eingesetzt werden, um von der Wasseroberfläche aus die Ölquelle an einer anderen Stelle anzubohren, eine zähflüssige Masse einzubringen und damit den Zufluss zu dem bisherigen Bohrloch zu verstopfen. Doch diese so genannte "Entlastungsbohrung" hat einen entscheidenden Nachteil: sie kann monatelang dauern. Zu lange, um die schlimmste Ölpest im Golf von Mexiko seit über 30 Jahren zu verhindern.

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Tausende Liter Öl im Golf von Mexiko
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