Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) in Hannover ist bei betrügerischen Exportfinanzierungsgeschäften um einen hohen Millionenbetrag geprellt worden. "Wir haben Strafanzeige wegen Betrugsverdachts gestellt", sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag in Hannover.
Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) berichtete am Freitag unter Berufung auf Kreise der NordLB, dass es sich um einen Schaden in Höhe von "30 bis 130 Millionen Euro" handele. Diese Summen wollte der Sprecher der NordLB auf Anfrage aber nicht bestätigen. Einzelheiten könne er mit Rücksicht auf das laufende Ermittlungsverfahren in der Schweiz nicht nennen.
Betrogen wurden laut HAZ Manager der schweizerischen Skandifinanz Bank AG, die über eine weitere Luxemburger Gesellschaft zu 100 Prozent der NordLB gehört. Zu den Geschäften der Skandifinanz Bank AG gehören nach deren eigenen Angaben seit 1969 handelsbezogene Finanztransaktionen in alle Industriestaaten und wichtigen Schwellenländer.
In Finanzkreisen hieß es am Freitag, es bestehe der Verdacht, dass gefälschte Dokumente zur Exportfinanzierung eingereicht wurden. Nach eigenen Angaben war die NordLB anders als andere Landesbanken ohne größeren Schaden durch die jüngste Bankenkrise gekommen.



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