Die Bundesversammlung hat den bisherigen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) zum Bundespräsidenten gewählt.
Im dritten Wahlgang erreichte Wulff 625 Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Sein von SPD und Grünen aufgestellter Mitbewerber Joachim Gauck kam auf 494 Stimmen. Wulff, der unmittelbar nach der Verkündung des Ergebnisses sein Amt als Regierungschef in Hannover niederlegte, tritt die Nachfolge von Horst Köhler an.
Der gewählte Bundespräsident dankte in einer kurzen Ansprache seinem Amtsvorgänger und dem Kandidaten Gauck für einen "fairen Wettbewerb um das Präsidentenamt". Als eine Priorität seiner Amtszeit nannte er die innere Einheit des Landes. Er wünsche sich, dass die Deutschen "aufeinander zugehen statt aneinander vorbei zu leben."
Die Bundesversammlung hat den bisherigen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) zum Bundespräsidenten gewählt.
Im dritten Wahlgang erreichte Wulff 625 Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Sein von SPD und Grünen aufgestellter Mitbewerber Joachim Gauck kam auf 494 Stimmen. Wulff, der unmittelbar nach der Verkündung des Ergebnisses sein Amt als Regierungschef in Hannover niederlegte, tritt die Nachfolge von Horst Köhler an.
Der gewählte Bundespräsident dankte in einer kurzen Ansprache seinem Amtsvorgänger und dem Kandidaten Gauck für einen "fairen Wettbewerb um das Präsidentenamt". Als eine Priorität seiner Amtszeit nannte er die innere Einheit des Landes. Er wünsche sich, dass die Deutschen "aufeinander zugehen statt aneinander vorbei zu leben."
Kandidatin der Linkspartei war die frühere Journalistin Luc Jochimsen, die im dritten Wahlgang nicht mehr antrat. Die rechtsextreme NPD schickte den Liedermacher Frank Rennicke ins Rennen.
Wulffs Wahl waren dramatische Stunden vorausgegangen. Der Kandidat von Union und FDP erreichte im ersten Wahlgang nur 600 Stimmen und verfehlte damit die in diesem Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit von 623 Stimmen deutlich. Gauck kam auf 499 Stimmen, für Jochimsen stimmten 126 Delegierte – drei mehr, als die Linke Wahlleute hat. Frank Rennicke erhielt die drei Stimmen der NPD-Wahlleute.
Weil die Regierungsparteien nominell über eine Mehrheit von 644 Wahlleuten verfügen – 44 schwarz-gelbe Wahlleute also nicht für Wulff stimmten – war das Ergebnis als Ohrfeige für die Bundesregierung gewertet worden.
Auch im zweiten Wahlgang erreichte Wulff nicht die absolute Mehrheit. Nur 615 Delegierte stimmten für den bisherigen niedersächsischen Ministerpräsidenten. Gauck kam auf 490, Jochimsen auf 123 Stimmen.
Im dritten Wahlgang, in dem die einfache Mehrheit zur Präsidentenkür reichte, war Gauck auf die Stimmen der Linken angewiesen. Zwischen SPD, Grünen und Linkspartei begannen nun intensive Verhandlungen. Schließlich verkündete Linken-Fraktionschef Gregor Gysi, seine Partei werde zwar ihre Kandidatin zurückziehen und die Abstimmung für die linken Delegierten freigeben, aber keine Empfehlung für Gauck aussprechen. Damit war für Wulff der Weg ins Schloss Bellevue frei.






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