Geschäftliche Angelegenheiten oder Behörden-Kommunikation, für die bisher der Postweg oder sogar persönliches Erscheinen erforderlich gewesen ist, könnten mit De-Mail einfacher, schneller und von jedem Ort aus vollständig elektronisch erledigt werden. De-Mail ist damit so einfach wie die E-Mail und so sicher wie die Papierpost.
Bürger, Behörden oder Unternehmen können De-Mail nutzen. Zuvor muss man sich mit einem Ausweis identifizieren. Die Internetanbieter garantieren die Einhaltung von Sicherheitsstandards, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vorgibt.
Voraussetzung für die Nutzung von De-Mail ist, dass sich Sender und Empfänger registrieren und eindeutig identifizieren. Nach erfolgreicher Überprüfung wird der Zugang mit eigenem Postfach eingerichtet und freigeschaltet. Danach wird De-Mail von jedem beliebigen Rechner aus nutzbar sein. Zusätzliche Hardware ist nicht erforderlich. "De-Mail ist damit die erste Form der Onlinekommunikation, die rechtlich gesehen einem Einschreiben entsprechen wird", so die Telekom. Für die Verbindungen zum jeweiligen Anbieter werde das SSL-Verfahren genutzt.
Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder hat am 8. Oktober 2009 die erste De-Mail verschickt. Die E-Mail ging an Werner Zorn, einen der Pioniere des deutschen Internets. Zorn war vor 25 Jahren der erste Empfänger einer E-Mail in Deutschland. Zorn nannte in seiner Antwort auf die Nachricht mit der Betreffzeile "Vertrauen ist gut, De-Mail ist besser!" den neuen Dienst einen großen Schritt nach vorn, über den er sich schon zu seiner Zeit "an der Uni Karlsruhe gefreut hätte".
Mit De-Mail sollen in Deutschland ab 2010 rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, ein Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage möglich sein. Hans Bernhard Beus, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sagte: "Die Weiterentwicklung besteht darin, dass Bürger, Unternehmen und auch die Verwaltung mit De-Mail eine einfach zu nutzende Technologie an die Hand bekommen, mit der sie sicher, rechtsverbindlich und vertraulich im Internet miteinander kommunizieren können."
Wichtig ist das zum Beispiel für die Versicherungswirtschaft oder für Verkehr mit Behörden. Dabei werden die Anbieter durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) akkreditiert. "Bürgerinnen und Bürger, die De-Mail nutzen wollen, können sich auf die von den Providern bereitgestellte Sicherungsinfrastruktur verlassen. Denn die Anbieter müssen vorab definierte Anforderungen an die Sicherheit im Rahmen einer sorgfältigen Überprüfung durch das BSI nachweisen, und zwar bevor sie in Betrieb gehen", erläuterte der Abteilungspräsident im BSI, Hartmut Isselhorst, auf der Pressekonferenz. Abgesicherte Anmeldeverfahren und Verbindungen zu dem Provider sowie verschlüsselte Transportwege sorgen dabei für einen rechtsverbindlichen De-Mail-Versand und -Empfang.
Für sechs Monate wird die Technologie nun in Friedrichshafen erprobt. Die Deutsche Telekom startet am 9. Oktober 2009 gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium und weiteren Partnern das dortige Pilotprojekt.
Nach Angaben von Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder gibt es weltweit kein vergleichbares, sicheres Verfahren. Bevor die De-Mail aber bundesweit eingeführt werden kann, muss das Bürgerportal-Gesetz in Kraft treten. Der Gesetzentwurf war aus Zeitgründen nicht mehr im Bundestag verabschiedet worden. Nach Angaben von Innenstaatssekretär Hans Bernhard Beus macht De-Mail das Internet sicherer - hundertprozentige Sicherheit gebe es aber auch weiterhin nicht. "Wir müssen an vielen Stellen arbeiten", sagte er.



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