Bereits am 16. Januar 2010 wies Microsoft durch eine neue Version des Security Advisory auf eine Sicherheitslücke hin, die bei den jüngsten Angriffen gegen Benutzer des Internet Explorer 6 ausgenutzt wurde. Das Advisory enthält auch Informationen, welche Versionen des Internet Explorers betroffen sind und was unsere Kunden tun können, um sich vor Angriffen zu schützen.
Das Bundesamt für Sicherheit (BSI) in der Informationstechnik hatte am Freitag vor einer neuen kritischen Sicherheitslücke in Microsofts Internet Explorer gewarnt. Über die Lücke könnten Angreifer mit Hilfe einer manipulierten Website Schadcode auf einen Windows-Rechner schleusen.
Die Lücke sei vermutlich auch bei der jüngsten Hackerattacke gegen Google und einige andere Unternehmen in China ausgenutzt worden, teilte Microsoft mit. Die Fachleute vom BSI raten, den Microsoft-Browser vorerst nicht zu benutzen, bis die Lücke geschlossen ist. Betroffen seien die Browser-Versionen 6, 7 und 8 auf den Betriebssystemen XP, Vista und Windows 7.
Bislang halte sich der Schaden noch in engen Grenzen und nur wenige Verbraucher dürften überhaupt betroffen worden sein, teilte Microsoft mit. Man habe nur einige wenige gezielte Angriffe registriert. Die Experten vom Bundesamt erwarten aber, dass die Schwachstelle in kurzer Zeit für Angriffe im Internet eingesetzt wird. Microsoft arbeite derzeit an der Entwicklung eines Patches. Gemeinsam mit Google und anderen Industrie-Partnern wolle Microsoft den Fall untersuchen.
Informationen zu dieser Lücke lassen sich auch auf der entsprechenden Microsoft TechNet Webseite nachlesen. Laut Microsoft arbeiten die Sicherheitsteams bereits fieberhaft an einem Update. Möglicherweise wird dieses auch bereits vor dem offiziellen Update-Tag (zweiter Dienstag in jedem Monat) zur Verfügung gestellt werden.
Die gegenwärtig bekannten Angriffe haben jedoch keine Auswirkung auf Benutzer des Internet Explorer 8, da dieser über erweiterte Sicherheitsfunktionen verfügt. Internet Explorer 8 enthält weitreichende Sicherheitsmechanismen wie Data Execution Prevention (DEP) und den geschützten Modus (protected mode), die die derzeit bekannten Angriffe unwirksam machen.
In dieser Woche war der Suchmaschinen-Spezialist Google sowie einige andere amerikanische Unternehmen in China massiven Hacker- Attacken ausgesetzt. Unter anderem wurden auch in diesen Fällen schädliche Software zur weiteren Spionage auf die infizierten Computer geschleust. Als Reaktion hatte Google den Rückzug des Unternehmens aus China angedroht



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